11. April 2018

Kosten & Ablauf

Kosten für Einzelpsychotherapie und Gruppenpsychotherapie

 

Private Krankenversicherungen, Beihilfe

Die Kosten für Einzel- und Gruppenpsychotherapie werden in der Regel im Rahmen der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP, 2,3 facher Satz) von den privaten Krankenversicherungen bzw. Beihilfestellen übernommen. Von Ihrem zuständigen Sachbearbeiter können Sie konkrete Informationen zu Ihren Vertragsbedingungen bezüglich der Leistungserbringung für ambulante Verhaltenstherapie bei Psychologischen Psychotherapeuten erhalten.

 

Gesetzliche Krankenversicherungen

Im Rahmen der gesetzlichen Versicherung werden die Kosten für ambulante Einzel- und Gruppenpsychotherapie (Problemlösegruppe) für die drei anerkannten Therapieverfahren Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Psychotherapie und Psychoanalyse von den Krankenkassen bezahlt. Die Abrechnung erfolgt über Ihre Gesundheitskarte, die Sie zu Beginn jedes Quartals mitbringen. Falls während der laufenden Behandlung ein Wechsel der Krankenkasse erfolgt, teilen Sie mir dies bitte mit.

 

Ablauf

Wenn Sie während der telefonsichen Sprechzeit einen zeitnahen Termin für ein Erstgespräch, eine so genannte „Sprechstunde“ erhalten haben, dient diese der ersten Indikationsstellung. D.h. der Feststellung, ob eine krankheitswertige psychische Störung vorliegt, eine ambulante Verhaltenstherapie hilfreich sein kann und die „Chemie stimmt“, d.h. ob es möglich erscheint, dass sich eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufbauen kann. Es ist wichtig, dass Sie sich wohl und aufgehoben fühlen, damit der Prozeß der Selbstöffnung im Rahmen der Therapie möglich ist. In Abhängigkeit der Diagnose und Handlungsempfehlung kann es nach diesem Gespräch aufgrund der Menge der Anfragen zu einer Wartezeit kommen, bis die Therapie beginnen kann. Wenn die Therapie dann startet, erfolgen weitere so genannte „probatorische Sitzungen“ während derer wir gemeinsam die individuellen auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen der Erkrankung erarbeiten und die Ziele der Behandlung konkretisieren. Dann kann die Antragsstellung der Therapie bei der Krankenkasse erfolgen. Die Psychotherapie kann in verschiedenen Schritten verlängert werden, um eine ausreichende Zielerreichung und Stabilisierung erzielen zu können. Ob eine Verlängerung beantragt wird, hängt individuell vom Verlauf der Behandlung, dem Ausmaß der Zielerreichung ab sowie davon, ob eine Verlängerung notwendig und sinnvoll erscheint, die Ziele erreichen zu können. Ein wichtiges Ziel der Behandlung ist auch, Sie zu befähigen, ggf. noch bestehende Problembereiche eigenständig bewältigen zu können. Therapie ist ein kontinuierlicher Prozess. Die Behandlung kann nach Absprache in wichtigen Fällen bis zu maximal 6 Monate unterbrochen werden. Bei längerer Unterbrechung bzw. fehlender Absprache verlieren die genehmigten Sitzungen ihre Bewilligung. Die Therapie kann auch vor Ablauf der genehmigten Sitzungszahl beendet werden, wenn die Ziele der Behandlung erreicht sind.